Pressebericht 20 Jahre

 

Transportunternehmen Kronenburg hat in 20 Jahren schon so ziemlich alles ans Ziel gebracht

 

von Tasja Klusmeyer (28/06/2008)

Versmold-Peckeloh.

 

Wilhelmus Kronenburg vergleicht seine Arbeit mit der der Feuerwehr. Wenn bei ihm das Telefon klingelt, dann steht häufig der nächste Einsatz an. Und mit ihm viele Kilometer auf der Autobahn. Familie Kronenburg hat sich vor 20 Jahren mit einem Transport- und Umzugsunternehmen selbstständig gemacht und seitdem schon zahlreiche Güter von A nach B gefahren: von einer Palette Spargel nach Schweden über einen Mikrofilm ins belgische Antwerpen oder eine sechs Meter lange Aluminiumstange nach Polen. Selbst die Rennausrüstung der Formel- 1-Fahrer David Coulthard und Mika Häkkinen brachte Sohn Peter schon zur Rennstrecke nach Silverstone.

An diesen Auftrag kann sich der Peckeloher Unternehmer noch bestens erinnern. Das Bielefelder Unternehmen Schüco – Sponsor von McLaren Mercedes – ist seit Jahren Kunde von Kronenburg. Als die Rennpiloten im Rahmen einer Werbekampagne am Stammsitz zu Gast waren, vergaßen sie ihre Equipmentkoffer in Bielefeld. Der Anruf an der Buschortstraße folgte prompt. Peter Kronenburg saß wenig später im Fahrzeug Richtung England. Ebenso transportierte er einen Formel-1-Rennwagen für Werbezwecke zu Schüco-Veranstaltungen in ganz Europa. Vom großen Rennwagen zur kleinen CD, die allerdings kaum weniger Wert hat. Wichtige Dokumente wie eben einen Datenträger mit Patentanmeldung zum Beispiel gehören ebenso zum Transportgut der Kronenburgs. „Wir transportieren alles von A bis Z mit einer Nutzlast von einem Kilo bis fünf Tonnen – außer Gefahrgut“, fasst Peter Kronenburg das Geschäftsfeld zusammen.

Die weiteste Tour in 20 Firmenjahren führte den Geschäftsführer in die Türkei. Für einen Umzug war das Peckeloher Unternehmen geordert worden. „Das hört sich alles gut an“, sagt Seniorchef Wilhelmus Kronenburg mit einem Lächeln. „Aber fahren Sie mal 4 500 Kilometer allein durch die Gegend. Häufig nachts, weil die Ware morgens beim Kunden sein soll.“ Flexibilität, Improvisation, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit seien in der Branche besonders wichtig. Es sind Eigenschaften, mit denen das Peckeloher Familienunternehmen sich seit zwei Jahrzehnten am Markt behauptet. Mit der Anfrage eines Bekannten, ob Wilhelmus Kronenburg seinen Bulli für einen Transport zur Verfügung stellen könne, reifte die Idee, sich in dem Bereich selbstständig zu machen. Während der Peckeloher den erforderlichen Güter- und Nahverkehrsschein ablegte, wälzte seine Frau Hannelore die Branchenbücher nach potenziellen Kunden. Viele Industriebetriebe in der Region und andere Großunternehmen gehören inzwischen zum festen Kundenstamm. „Wir haben außerdem vom Mauerfall profitiert“, sagt Peter Kronenburg, der heute gemeinsam mit der Frau seines Vaters die Geschäfte führt.

Im Osten habe es zu diesem Zeitpunkt noch kein Speditionsnetz gegeben, so dass die Peckeloher in den neuen Bundesländern schnell Kundenkontakte knüpfen konnten. Zudem war es der Zufall, der in den Anfangsjahren ein weiteres Standbein möglich gemacht hat. In der Autowerkstatt unterhielt sich Wilhelmus Kronenburg mit einem Mitarbeiter über seinen neuen Betrieb – und wurde dabei von einem Gerichtsvollzieher des Amtsgerichtes Halle »belauscht«. Das war zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einem Unternehmen, das Zwangsräumungen durchführen kann. So werden die Kronenburgs seit vielen Jahren zu Räumungsterminen bestellt. Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen gehören ebenso zum Angebot. „Wir haben uns das über Jahre erarbeitet“, sagt Hannelore Kronenburg. Angefangen mit einem Fahrzeug stehen heute zehn Transporter sowie sieben Anhänger an der Buschortstraße. Sechs Festangestellte und bis zu zehn Aushilfen sind beim Unternehmen beschäftigt. Einer, der von Anfang an dabei ist, ist Karl-Heinz Möllenbeck. Für dieses Arbeitsjubiläum gabs von den Chefs nun einen Blumenstrauß überreicht, verbunden mit dem Dank für 20 Jahre Zusammenarbeit.

Die Straßen Deutschlands und vieler europäischer Länder kennt Möllenbeck bestens, genauso wie Wilhelmus und Peter Kronenburg. 75 000 Kilometer ist jedes Fahrzeug zwischen Spanien und Schweden jährlich unterwegs. „Noch nie ist ein Fahrzeug stehen geblieben“, sagt Wilhelmus Kronenburg. Und, was noch viel wichtiger sei, noch nie sei ein schwerer Unfall passiert.

 

Quelle:(Haller Kreisblatt, 28.06.2008)

 

 

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